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September 2020
Festgottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer David

Mit einem gut besuchten und sonnigen Freiluftgottesdienst im Schulgarten wurde Pfarrer David am Sonntag, 16.08.2020 gebührend verabschiedet. Der überaus beliebte Priester war seit März 2017 seelsorgerisch in der Pfarrei Großschönbrunn tätig. Seit 21.11.2019 übernahm er zudem die Pfarrei Freihung und wurde dort zum Pfarradministrator ernannt. Ab September 2020 übernimmt er die Pfarreiengemeinschaft Mengkofen-Tunding in Niederbayern. Die musikalische Umrahmung der Festmesse gestaltete Organistin Michaela Stauber am E-Piano und ein Chorquartett unter der Leitung von Helmut Fischer übernahm den gesanglichen Teil. Vor dem Schlusssegen fand die offizielle Verabschiedung statt. Dazu blickte die Sprecherin des Großschönbrunner Pfarrgemeinderats, Annette Nübler, zu Beginn ihrer Ansprache zurück, als Pfarrer David Lubuulwa im März 2017 bei fast 40°Celsius Temperaturunterschied aus seiner Heimat Uganda nach Großschönbrunn kam. „Seine schönen und präzisen Gottesdienste und seine ruhige, angenehme Art prägten seine Tätigkeit hier bei uns in der Pfarrei“, so Nübler. Er war immer und überall gern gesehen, bei seinen Minis und auch bei der örtlichen Landjugend sehr beliebt. Seine gute Laune war ihm trotz der vielen und anstrengenden Arbeit für die Pfarreiengemeinschaft Großschönbrunn-Freihung nicht zu nehmen, obwohl er nebenbei auch noch zum Studieren begann. Annette Nübler bedankte sich mit einem herzlichen Dankeschön im Namen aller Pfarrangehörigen, des Pfarrgemeinderats und der Pfarrverwaltung und überreichte ihm einen Rahmen mit gemalten Bildern aller Kirchen in seiner „alten“ Pfarrei. Weitere Worte richtete der Freihunger Pfarrgemeinderatssprecher Georg Fritsche an Pfarrer David: „Unser ganzer Protest brachte nichts, das Bistum hat ihn nicht bei uns dagelassen.“ Zu Beginn seiner Zeit war Pfarrer David erst nur als Unterstützung von Bischöflich Geistlichen Rat (BGR) Pfarrer Huber in Freihung tätig, bis er letzten November zum Pfarradministrator ernannt wurde und die komplette Pfarrei Freihung zusätzlich übernommen hat. „Das war für die Freihunger Pfarrei etwas Neues, denn wir mussten nun lernen einen Pfarrer zu teilen.“, so Fritsche weiter. Das große Pensum von mindestens 3 bis 4 Gottesdiensten an einem Wochenende in unterschiedlichen Ortsteilen der Gemeinde meisterte Pfarrer David aber unermüdlich und immer bester Laune. Auch die Pfarrei Freihung wünscht ihm alles erdenklich Gute für seine neue Aufgabe und seinen weiteren Weg. Anschließend bedauerte Herr Bürgermeister König in seinen Abschiedsworten den Weggang von Pfarrer David in Richtung Niederbayern und dadurch den Verlust einer wichtigen Stütze innerhalb der Pfarreiengemeinschaft Großschönbrunn-Freihung. „Er war immer fleißig, hatte einen guten Ruf und seine ruhige Art zeichnete ihn aus.“ so der Bürgermeister. Ebenso war er sehr ausdauernd, was nicht nur sein täglicher Jogginglauf durch die Gemeinde oder sein Studium nebenbei zeigte, sondern auch sein Engagement bei allen Herausforderungen, die auf ihn zukamen. Nicht zuletzt zeigte er auch in der derzeitigen Coronakrise, dass Einschränkungen und Hürden ihn nicht in seiner hervorragenden seelsorgerischen Arbeit aufhalten können. Als kleines Geschenk überreichte Bürgermeister König einen Erinnerungsteller der Marktgemeinde Freihung und danke Pfarrer David mit einem herzlichen „Vergelts Gott“. Nach den offiziellen Abschiedsreden richtete Pfarrer David selbst noch das Wort an seine Pfarrei und verdrückte dabei hier und da ein paar Tränchen. „Es ist sehr schwer die vergangenen 41 Monate, die ich nun hier war, zusammenzufassen. Aber ich versuche es.“, so Pfarrer David. Er freute sich riesig, dass trotz der schwierigen Coronazeit und deren Einschränkungen so viele Besucher heute zu seinem Abschiedsgottesdienst gekommen sind. Das zeigt ihm zum Ende hin nochmals die Wertschätzung, die ihm die Pfarreiangehörigen schon immer entgegengebracht haben. Der Abschied war nach seiner Aussage hin ja absehbar aber jetzt wo dieser immer näher rückt, bedauert er dies schon. Er habe hier in Großschönbrunn und später auch in der Pfarrei Freihung gerne seinen Dienst verrichtet und wurde von Anfang an überaus freundlich aufgenommen. „Ich habe immer und überall Hilfe in allen Lebenslagen und auch viele Einladungen bekommen, die ich gerne immer wieder angenommen habe.“ führte er an. Weiter fuhr er mit seinen Abschiedsworten fort, in dem er Danke an so viele Menschen sagen möchte aber jetzt nicht alle aufzählen kann, darum stellvertretend für alle ein besonderes „Dankeschön“ an seine Mesnerinnen und Mesner, Ministrantinnen und Ministranten, den Lektorendienst, dem Familiengottesdienstteam, der Organistin, dem Putzdienst und der Pfarrsekretärin Stephanie Lederer richtete. Seine Rede beendete Pfarrer David mit der Bitte um die Gebete der Pfarrangehörigen und schloss mit den Worten und einem Wischer mit dem Taschentuch über sein Gesicht: „Auch Männer dürfen weinen!“ was die teilweise wehmütige Stimmung der vielen Abschiedsreden wieder aufhellen lies. Nach dem Schlusssegen ließen es sich auch Vertreter von den örtlichen Vereinen, Feuerwehren, Landjugend, Minis und Gottesdienstbesucher nicht nehmen, sich vom beliebten Geistlichen persönlich zu verabschieden, ihm ein kleines Abschiedsgeschenk zu überreichen und nutzten die Gelegenheit um ein letztes gemeinsames Foto zu schießen.

Text: Judith Luber
Bild: Thomas Nübler




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